A
Alkoholische Gährung:
Der in den Trauben enthaltene Zucker und die natürlichen Hefen plus zugesetzte Reinzuchthefen verwandeln durch die alkohlische Gährung den Most in Wein.
Anschnitt:
Fachausdruck beim Rebschnitt; beim Anschnitt wird festgelegt, wie viele "Augen" an der Fruchtrute belassen werden; die länge der Fruchtrute ist entscheidend für den späterern Ertrag und dient der Qualitätsförderung.
Ausdünnen:
Bei zu starkem Fruchtansatz können nach der Blüte Trauben entfernt werden, um eine bessere Qualität der verbliebenen Trauben zu erreichen.
B
Badisch Rotgold:
rotling, eine Apezialität aus Baden, die durch gemeinsame Kelterung von Grau- und Spätburgundertrauben entsteht.
Barrique:
Ein traditionelles französisches Fassmaß von ca. 225 Litern.
Heute gebräuchlich für den Ausbau von Wein in neuen Eichenfässern und das daraus resultierende Gesckmacksbild.
Bocksbeutel:
Typische bauchige Flaschenform in Franken und in vier Ortsteilen Baden-Badens (Neuweiler, Steinbach, Umweg und Varnhalt) und dem badischen Bereich Tauberfranken.
Bukett:
Summe der im Wein befindlichen Duft- und Aromastoffen, die vom Geruchssinn wahrgenommen werden.
C
Classic:
Der Begrff "Classic" wird seit dem Jahrgang 2000 geführt. Er besagt, dass der Wein gehobenen Qualitätsansprüchen genügt, gehaltvoll, kräftig, aromatisch und trocken schmeckt. Der Restzuckergehalt beträgt nie mehr als 15 Gramm.
Cuveè:
Verschnitt verschiedener Sektgrundweine zur Schaffung eines gleich
bleibenden Geschmackbildes.
D
Degustation:
Verkosten, probieren von Wein.
Dekantieren:
Umfüllen von der Flasche in eine Karaffe.
Dadurch wird der Wein mit Sauerstoff angereichert und das Depot zurückgehalten.
Depot:
Bodensatz beim Wein. K E I N Zeichen für fehlerhaften Wein.
Diabetikerwein:
Die Angabe " Für Diabetiker geeignet" unter Hinzufügung der Worte "nur nach Befragung des Arztes "darf verwendet werden, wenn der Wein je Liter höchstens 4 g Glukose bzw. 20 g Gesamtzucker sowie maximal 12 Vol.-Prozent tatsächlichen Alkohol und einen reduzierten Gehalt schwefliger Säure aufweist.
Die für einen Diabetiker wichtigen Werte (Alkohol, Restzucker, physiologischer Brennwert) sind auf dem Etikett anzugeben mit Angaben über diätische Werte.
E
Edelsüß:
Ein Wein mit einem hohen, natürlichen Zuckergehalt.
Einzellage:
Kleinste mögliche Herkunftsbezeichnung, nur für Qualitätsweine zulässig.
Entrappen:
Trennen der Traubenstiele von den Beeren.
Erzeugerabfüllung:
Bezeichung die besagt, dass der Wein aus dem eigenen Weinberg stammt, selbst gekeltert und abgefüllt sein muss.
F
Federweisser:
Gärender Most. Die Herkunftsbezeichnung muß beim Verkauf oder Ausschank angegeben werden.
z.B. deutscher Federweisser.
Flaschengärung:
Verfahren bei der Sektherstellung. Der Grundwein wird in der Flasche zum zweiten Mal vergoren, wobei die Flasche mit einem Kronkorken verschlossen ist und die entstehende Kohlensäure erhalten bleibt.
G
Gerbstoffe:
Gruppe von Stoffen, insbesondere Tannine, die einen herbbitteren Geschmack im Wein hervorrufen. Sie stammen vor allem aus der Schale, den Kern und dem Stielgerüst der Traube.
Gesamtextrakt:
Nicht flüchtige Substanzen im Wein. z.B. Zucker, Säuren, Mineral- und Gerbstoffen.
Gesamtsäure:
Gibt in Gramm pro Liter die flüchtigen und nicht flüchtigen Säuren im Wein an.
Geschmacksrichtung:
Trocken = ca. 5g Restzucker
Halbtrocken = ca. 15g Restzucker
Lieblich = ca. 25g Restzucker
Edelsüß = ca. 50g Restzucker
Grundwein:
Ausgangsprodukt bei der Sektherstellung.
Gutsabfüllung:
Vergleichbar mit der Erzeugerabfüllung. Ist nur Weingütern vorbehalten.
H
Halbtrocken:
Bezeichnung für den Restzuckergehalt. Laut der europäischen Gesetzgebung sind hier maximal 18g/l zulässig.
Dabei darf der Restzuckergehalt die Gesamtsäure um nicht mehr als 10g/l übersteigen. Da bei Sekt und Schaumwein die Kohlensäure die Geschmackswahrehmung beeinflusst, darf hier der Restzucker zwischen 33g/l und 50g/l liegen.
Hefe:
Mikroorganismen, die zu den Pilzen zählen. Sie sind für die Weinerzeugung unerlässlich, da sie bei der Gährung Zucker in Alkohol und Kohlendioxid umwandeln.
K
Keltern:
Pressen des Mostes aus der Traubenmaische.
L
Lieblich:
Allgemeine nicht gesetzlich geregelte Bezeichnung für Weine, die leicht süßlich schmecken. Es muß sich daher nicht um faktisch süße Weine handeln. Weine mit dieser Bezeichnung werden zwischen halbtrocken und süß angesiedelt.
M
Maische:
Gemisch aus Most und den festen Bestandteilen der Weintrauben.
O
Öchsle:
ist eine Maßeinheit für das Mostgewicht des Traubenmostes.
R
Restzucker:
Menge an Zucker, die nach dem Abschluß der Gährung im Wein enthalten ist. Jeder Wein enthält eine gewisse Menge an Restzucker, da nicht der gesamte Zucker von der Hefe verarbeitet werden kann.
Riesling Hochgewächs:
Zusatzbezeichnung für Rieslingsqualitätsweine; als Hochgewächs bezeichnete Weine müssen spezielle, gesetzlich festgelegte Mehranforderungen erfüllen. z.B. höhere Mostgewichte.
Roséwein:
Weinart, die man erhält, wenn Rotweinmaische ohne Standzeit sofort gepresst wird.
T
Trinkempfehlung:
Für eine Weinprobe ist nicht viel vorzubereiten. Sie brauchen natürlich die Weine und sollten für die richtige Temperatur sorgen: Weißwein im Kühlschrank auf 7 bis 8 Grad kühlen. Rotwein am besten bei etwa 18 Grad anbieten.
Es gibt keine verbindlichen Regeln, weil
jeder einen anderen Geschmack hat.
Trotzdem gibt es einige Leitsätze:
Zum Essen sollten trockene oder halbtrockene Weine gereicht werden.
Und allgemein gültig auch:
Helles Fleisch- heller Wein
Dunkles Fleisch- dunkler Wein
Trocken:
Bezeichnung für einen durchgegorenen Wein mit eine geringen Gehalt an Restzucker. Laut der europäischen Gesetzgebung sind hier grundsätzlich bis zu 4g/l Restzucker zulässig. Bis 9g/l sind dann erlaubt, wenn die Gesamtsäure um maximal 2g/l niediriger liegt als der Restzuckergehalt. Bei Sekt darf der Restzucker zwischen 17 und 35g/l liegen, da hier die Kohlensäure den Geschmack beeinflusst.
W
Weinstein:
Kaliumsalz der Weinsäure, bei jungen Weinen eine unbedenkliche Erscheinung, bei älteren Weinen mit hohen Prädikaten ein Qualitätsmerkmal.
Weissherbst:
Nur in Deutschland benutzte Bezeichnung für Weine die aus Rotweintrauben einer Sorte gekeltert werden. Ohne Schalen und Stiele, daher die rosarote Farbe.